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Johannisvorstadt – Reitbahnviertel
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Johannisvorstadt

Johannisvorstadt

Johannisvorstadt – Pläne und Ausblick

Das Gebiet der ehemaligen Johannisvorstadt war einst ein belebter und dichter Stadtraum. Die für das Stadtquartier namensgebende Johanniskirche bzw. deren Vorgängerbauten wurden im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und standen zu der Zeit noch außerhalb der Stadtmauer. Umgebend befand sich noch bis Ende der 1960er Jahre ein kleinteiliges historisches Viertel, dass vom Zweiten Weltkrieg unberührt geblieben ist. Ende der 1960er Jahre wurde das gesamte Viertel abgerissen.

 

Heute zeugen nur noch das Schocken und die Johanniskirche vom Straßenbild der aufstrebenden Industriestadt Chemnitz. Das Fehlen einer geschlossenen Bebauung im Stadtzentrum war seit der Zerstörung ein Defizit für Chemnitz. Durch Kritik an diesem Zustand und bürgerliches Engagement initiiert, eröffnete die Stadtverwaltung im Jahr 2015 den Wettbewerb zur städtebaulichen Weiterentwicklung der Innenstadt.

 

Was wird entstehen
Die „Neue Johannisvorstadt“ soll wieder mehr Lebendigkeit durch eine großflächige Umgestaltung erlangen und ein multifunktionaler Standort für Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur, Gastronomie und Einkaufen werden. Das Plangebiet liegt im Stadtzentrum von Chemnitz zwischen Bahnhofstraße, Moritzstraße, Theresenstraße, Hospitalstraße und Augustusburger Straße. Es befindet sich am Rand des Innenstadtbereiches und verbindet den Park der Opfer der Faschismus mit der Innenstadt.

 

Das Baufeld E3 – bisweilen „Carrée am Tietz“ genannt – wird von Zschopauer Straße, Bahnhofstraße, Wiesenstraße und Moritzstraße begrenzt. Das Baufeld E4, das schon von Beginn der Planungen an, den Arbeitstitel „Neue Johannisvorstadt“ trägt, liegt zwischen Bahnhofstraße, Hospitalstraße, Theresenstraße und Augustusburger Straße. Als Investoren treten dabei die Simmel AG Chemnitz (E4) sowie die Hansa Real Estate Beteiligungs AG aus Leipzig (E3 + E4) auf. Die Baufelder sollen einen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung des Innenstadtbereichs als Versorgungsort mit Großstadtcharakter leisten. Gleichzeitig soll auch hier eine Steigerung der Aufenthaltsqualität stattfinden. Mit der Schaffung einer Vielzahl von miteinander verbundenen öffentlichen, halböffentlichen und privaten Freiräumen Räumen ist angedacht, einen hohen Erholungs- und Freizeitwert für die im Gebiet wohnende und arbeitende Bevölkerung sowie Besucher:innen zu erreichen. Nach dem Wegfall eines Großteils des Baumbestandes kommt es außerdem zu einer Neubepflanzung des Gebietes mit Bäumen, Sträuchern und Blumen. Zusätzlich müssen min. 80 % der Dächer begrünt werden.

 

Neben der Entstehung neuer Plätze sowie Grünflächen wird es auch zu einer Bebauung und teilweisen Umgestaltung des Straßenverkehrsnetzes kommen. Die Gebäudenutzung sieht vor, ab dem ersten und zweiten Obergeschoss Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Das Erdgeschoss dient vor allem als Fläche für Läden und Gewerbe. Die aktuellen Parkplätze werden durch Tiefgaragen ersetzt, die von den anliegenden Straßen erreichbar sind. In diesen finden sich sowohl öffentliche als auch private Stellplätze. Außerdem verändern sich teilweise auch die Straßenführungen. Beispielsweise wird zukünftig die Möglichkeit bestehen, von der Moritzstraße auf die Zschopauer Straße links abzubiegen. Auch soll das Baufeld E4 an der Johanniskirche von der Augustusburgerstraße aus befahrbar sein.

 

Informationen zum aktuellen Geschehen
Nachdem durch Archäolog:innen vor dem Tietz die historischen Spuren der alten Johannisvorstadt freigelegt wurden, kann mit der Neubebauung des Baufeldes E3 begonnen werden. Des Weiteren widmen sich die Archäolog:innen nun zeitnah dem Areal vor der Johanniskirche (Stand Juni 2021).

 

Bürgerdialoge & Radio-Stadtteilgespräch
Die letzten Gespräche mit den Anwohner:innen und interessierten Bürger:innen liegen schon einige Zeit zurück. Daher gab es am 03. Juni 2021 ein informatives Radio-Stadtteilgespräch zur „Johannisvorstadt“. Im Vorfeld konnten Anwohner:innen ihre Fragen und Bedürfnisse zum Bauvorhaben an das Stadtteilmanagement Innenstadt kommunizieren. Diese Fragen wurden dann vom Bauherren, dem Baubürgermeister, der Bürgerinitiative Reitbahnviertel als auch der Stadtteilmanagerin besprochen und von Radio T e.V. aufgezeichnet.

 

Das Radio-Stadtteilgespräch wird am Donnerstag, 10. Juni 2021 um 20.00 Uhr und Samstag, 12. Juni um 17.00 Uhr ausgestrahlt.
Mehr Infos: Radio T e.V., www.radiot.de, Frequenzen: UKW 102.70 MHz, Digitalkabel (PYUR) & im Stream.
Der Link zur Aufnahme: Radio-Stadtteilgespräch Johannisvorstadt

 

Fragen die aufgrund der großen Anzahl sowie begrenzten Zeit nicht aufgenommen wurden, sollen jedoch im Anschluss an das Gespräch schriftlich beantwortet werden. Es ist geplant diese in der Stadtteilzeitung „Reitbahnbote 2021/03“ zu veröffentlichen. Nach dem Gespräch ist vor dem Gespräch! Oft treten im Anschluss weitere Fragen, Anmerkungen oder Kritik auf. Hierbei können sie sich gern an das Stadtteilmanagement Innenstadt wenden um weiter im Gespräch zu bleiben.

 

Per Post: Johanna Richter, Stadtteilmanagement Innenstadt, Reitbahnstraße 32
Per E-Mail: johanna.richter@awo-chemnitz.de
Per Telefon: 03716664962

 
Ausführliche Informationen:
https://www.buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/download/datei/1050218_0/B15-17_Begr
https://www.chemnitz.de/chemnitz/de/unsere-stadt/stadtentwicklung/innenstadt/gutachterverfahren/johannisvorstadt.html
https://www.neue-johannisvorstadt.de/

 

Pläne:

https://www.buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/download/datei/1050218_0/B15-17_Begr
https://www.chemnitz.de/chemnitz/de/unsere-stadt/stadtentwicklung/innenstadt/gutachterverfahren/johannisvorstadt.html
https://www.neue-johannisvorstadt.de/

 
Text & Recherche: Lisa Hetmank